Sind wir ersetzbar? Ein Blick auf die Zukunft der Arbeit mit KI

Nutzer beim Plattformtest

Welche beruflichen Tätigkeiten wird die Künstliche Intelligenz (KI) in Zukunft übernehmen? Diese Frage haben wir den Teilnehmenden unseres Human-AI Interaction Playgrounds gestellt.

Am 25. und 26. März 2026 wurde das Deutsche Hygiene-Museum Dresden zum Treffpunkt für Wissenschaft, Kunst und Technologie. Im Rahmen des internationalen Symposiums "Teaming Up with Generative AI: From Tool Use to Partnership präsentierten wir, das Projekt CtG-MigHa („Close the Gap“), unseren Prototypen in einem experimentellen Raum, der Besucher:innen zum Mitmachen einlud.

 

Ein Prototyp, der Kompetenzen sichtbar macht

Unser Prototyp basiert auf der europäischen Klassifikation ESCO, einer standardisierten Sprache zur Beschreibung von Fähigkeiten, Qualifikationen und Berufen. Die Teilnehmenden konnten ihre Bildungs- und Berufserfahrungen über ein iPad eingeben und erhielten Vorschläge, wie sich ihre Kompetenzen in die ESCO-Terminologie übersetzen lassen. Doch unser Ansatz ging weit über eine reine „Übersetzung“ hinaus:

  • Reflexion über die eigene Zukunft:Die Nutzer:innen setzten sich aktiv mit der Frage auseinander, welche ihrer Fähigkeiten langfristig relevant bleiben und welche durch KI ergänzt oder ersetzt werden könnten.
  • Bewusstes Profiling:Es entstand ein Raum, in dem die Teilnehmenden ihr berufliches Profil bewusst reflektieren und weiterentwickeln konnten.

Pinnwand mit KartenKI als Partner, nicht als Ersatz

The project „Close the Gap“ zeigt, dass die Zukunft der Arbeit nicht allein von technologischen Innovationen abhängt, sondern davon, wie wir diese gestalten und einsetzen. Wenn KI dazu genutzt wird, verborgene Fähigkeiten sichtbar zu machen und Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, wird sie tatsächlich zum Partner – nicht nur im Arbeitsprozess, sondern auch auf dem Weg dorthin.

Ein Symposium als Gestaltungsraum

Das Symposium in Dresden hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit KI keine ferne Vision mehr ist, sondern ein Gestaltungsraum, den wir aktiv mitentwickeln können. Forschende aus Psychologie und Informatik trafen auf Künstler:innen und Praktiker:innen, um gemeinsam die Dynamiken der Mensch-KI-Interaktion zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass die spannendsten Innovationen oft dort entstehen, wo Disziplinen ineinandergreifen.

Joerg Neumann

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